Bildtheorie II (Vorstellungsbilder)

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Kommentar zur Veranstaltung

Im vergangenen Semester ging es um Bilder als externe piktorale Repräsentationen, wohingegen nun im Wintersemester 2004/05 Vorstellungsbilder im Sinne sensorischer interner Repräsentationen thematisiert werden sollen. Dieses Thema gehört sowohl in die Philosophie des Geistes als auch in die Ästhetik; insbesondere ist es auch Kognitionswissenschaftler von Interesse: Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern einen Überblick über den aktuellen Stand der seit Jahrzehnten geführten "Imagery-Debatte" zu verschaffen. Dabei geht es, stark verkürzt gesagt, um die Frage, welche Dateiformate unsere mentalen Repräsenta-tionen haben und insbesondere ob diese ausschließlich propositional oder auch bildhaft, bzw. wahrnehmungsähnlich sind. Anhand der Monografie "Bilder im Geiste. Die Imagery-Debatte" von Verena Gottschling werden wir uns mit den Grundproblemen der konkurrierenden Theorien des Deskrip-tionismus und des Piktorialismus beschäftigen. Die übrigen Bücher sind weiterführende Titel zum Thema.

Voraussetzungen für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind die regelmäßige Teilnahme an dem Seminar sowie bei jeder Sitzung die Abgabe eines kurzen Abstracts plus drei Fragen (insgesamt weniger als dreihundert Worte) zu dem jeweiligen Text und eine rege mündliche Beteiligung. Alternativ können auch - nachträglich schriftlich auszuarbeitende - Kurzreferate gehalten werden, wobei dann zu jeder Sitzung jeder Teilnehmer drei Fragen an den zu lesenden Text abgeben muss. Welches Verfahren Anwendung finden wird, entscheiden die Seminarteilnehmer selbst in der ersten Sitzung. Im Hauptstudium ist für den Scheinerwerb zusätzlich die Anfertigung einer ausführlichen schriftlichen Ausarbeitung erforderlich.

Für alle zu Referate und Aufsätze gilt: Bitte geben Sie nicht sklavisch alle Argumente in der exakten Reihenfolge, in der sie im Text auftauchen wieder, sondern nur das, was Ihnen wichtig erscheint und zwar in eigener Reihenfolge und Gewichtung. Unverstandene (oder unverständliche?) Passa-gen des bearbeiteten Textes sind herauszuarbeiten, wobei durchaus Fragen offen bleiben dürfen, sofern sie als solche gekennzeichnet sind. Die Beurteilung der Arbeiten wird wesentlich auf der Folgerichtigkeit der Gedankenführung, der Klarheit des sprachlichen Ausdrucks und der Übersichtlichkeit des Auf-baus beruhen und nicht auf ihrer Länge. Vor der Abgabe sind alle Texte nicht nur daraufhin durchzusehen, sondern vor allen Dingen noch einmal gründlich hinsichtlich Rechtschreibung, Interpunktion und Tippfehlern zu prüfen.

Semesterplan:

  1. Einführung
     
  2. Kap. 2.1 - 2.4.2 (S. 17-36)
     
  3. Kap. 2.4.3 - 2.5 (S. 37-54)
     
  4. Kap. 3.1 - 3.4 (S. 55-76)
     
  5. Kap. 3.5 - 3.6 (S. 77-102)
     
  6. Kap. 4.1 - 4.3.2.4 (S. 103-124)
     
  7. Kap. 4.3.3 - 4.3.4 (S. 124-142)
     
  8. Kap. 4.4 - 4.6.2 (S. 143-160)
     
  9. Kap. 5.1 - 5.2 (S. 161-179)
     
  10. Kap. 5.3 - 5.4 (S. 180-194)
     
  11. Kap. 6.1 - 6.5 (S. 195-219)
     
  12. Kap. 6.6 - 6.8 (S. 220-240)
     
  13. Kap. 7.1 - 7.5.2 (S. 241-271)
     
  14. Kap. 7.5.3 - 7.9 (S. 272-306)
     
  15. Kap. 8 (S. 307-316)
    Diskussion
     

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